Elmshorn, 07. September 2018 – In der GFL 2-Nordstaffel sind die Würfel höchstwahrscheinlich gefallen. Dem Tabellenführer Düsseldorf Panther (13 Spiele, 22:4 Punkte) ist die Meisterschaft bei noch einem benötigten Zähler im Duell mit dem Tabellenletzten Berlin Adler wohl nicht mehr zu nehmen. Die Solingen Paladins bleiben mit einem Punktverhältnis von 20:6 unabhängig vom Spielausgang in Elmshorn auch nach der Partie beim Dritten Fighting Pirates (16:10) Zweiter der Tabelle. Kickoff ist am morgigen Sonnabend um 15 Uhr im Krückaustadion.

Zuletzt wirbelte die Posse um Düsseldorfs Quarterback Moses Skillon, der trotz allgemein bekannter Sperre durch den Verband überraschend beim 35:14-Sieg gegen die Piraten plötzlich doch auflaufen durfte, ordentlich Staub auf. „Wir haben einige Juristen konsultiert, die der Ansicht waren, dass ein Einspruch gegen die Spielwertung durchaus Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Aber nach reiflicher Überlegung haben wir uns dennoch dagegen entschieden“, sagt Pirates-Präsidentin Sylvia Nowak. Denn: An der sportlichen Ausgangslage der Piraten änderte sich nichts mehr Grundlegendes und eine zeitintensive juristische Auseinandersetzung in den kommenden Monaten würde zudem sehr viel Energie und auch Personal binden.

„In der nahen Zukunft möchten wir viel lieber fokussiert die Saison 2019 planen“, erklärt Nowak. 2018 war für den Aufsteiger ein mehr als erfolgreiches Jahr, das zuletzt aber zwei kleinere Schönheitsflecken beinhaltete. Bereits vor der Düsseldorf-Pleite mussten sich die Piraten zu Hause den Langenfeld Longhorns geschlagen geben (38:57). „Wir möchten auf keinen Fall mit drei Niederlagen in Folge die Saison beenden, sondern mit einem Erfolgserlebnis. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die vielen guten Auftritte zuvor komplett in Vergessenheit geraten“, sagt Headcoach Jörn Maier vor dem Duell gegen den Mitaufsteiger aus Nordrhein-Westfalen.

Bislang schafften es die Piraten in beiden bisherigen Vergleichen allerdings noch nicht, die Paladins zu besiegen. Im Hinspiel gab es eine 27:48-Niederlage, auch in der Aufstiegsrunde mussten sich die Pirates mit dem zweiten Platz hinter Solingen begnügen und verloren 7:21. „Zweimal waren wir gegen diesen Gegner chancenlos. Viele Jungs in der Truppe wurmt das schon. Und auf drei Niederlagen in Serie hat auch keiner Lust“, erklärt der Headcoach, der noch einmal 100 Prozent Einsatz von seinen Spielern fordert. Trotz der langen Verletztenliste werden die Piraten eine schlagkräftige Mannschaft auf den Rasen schicken. Ob aber beispielsweise die Linebacker Miguel Boock und Michael Schernick (beide Ellenbogenverletzung) einsatzbereit sind, ist fraglich.

 

Text: Fiete Möldestein

Foto: Leon Suhl

 

Über die Fighting Pirates:

Die Fighting Pirates wurden 1991 als Abteilung des EMTV gegründet. Insgesamt treten vier Football-Teams in den Altersklassen „Herren“, „A-Jugend“, „B-Jugend“ und „C-Jugend“ bei Meisterschaften an. Erfolge feierten die Footballer mit dem Gewinn der Oberligameisterschaft 1997, 2003, 2011 und der Verbandsligameisterschaft 2002. In 2017 gelang ihnen die Regionalliga Meisterschaft und der Aufstieg in die German Football League 2. Außerdem tragen die Footballer alljährlich den American Day aus – die Spiele gelten als Zuschauermagneten in Elmshorn. Alle Heimspiele finden im Krückaustadion statt.

 

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