Es war ein wichtiges Spiel, dieses sechste Saisonspiel in Paderborn. In einer zweiten Bundesliga, in der der Spitzenreiter der Düsseldorf Panther souverän seine Kreise zieht, sonst aber Jeder Jeden besiegen kann, wollten die Griffins sich mit Nachdruck in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Mit einem 62 zu 27 Auswärtssieg ist dies eindrucksvoll gelungen.

Diesmal war es die Offensive der Greifen, welche aus einer starken Mannschaftsleistung nochmal herausragte. Die 62 Punkte sind genauso vereinsinterner Rekord (GFL2) wie die 7 Touchdownpässe vom glänzend aufspielenden Quarterback Christopher Andrews. Hervorragend beschützt von seiner Offense Line bediente er seine Wide Receiver mustergültig, von denen sich Cortez Barber (4 TD), Erik Weilandt (2 TD) und Christian Moddelmog (1 TD) in die Scorerlisten eintragen konnten. Aber auch Rookie Eric Rhode lieferte wieder eine sehr konzentrierte Vorstellung ab. Den Punktereigen eröffnete aber ein Anderer. Runningback Malte Garling, welcher erstmals als Starter auflaufen durfte, sorgte für die schnelle 6 zu 0 Führung. Der Extrapunkt wurde leider geblockt und blieb auch der einzige Makel in der sonst fehlerlosen Bilanz von Kicker Erik Weilandt. Für weitere Punkte sorgte dann umgehend die Defensive der Hansestädter. Herbert Whitehurst jr. konnte einen Pass der Paderborners Spielmachers abfangen und direkt in der Endzone ablegen. Nach wenigen Minuten führten die Griffins 13 zu 0, der Start nach Maß war geschafft. Nun startete Quarterback Andrews sein Passfeuerwerk, welches den Spielstand schnell auf 34 zu 7 anwachsen ließ. Und auch die Defense der Rostocker machte so weiter wie sie begonnen hatte, Timothy Hayes und David Inzynion sorgten für Interception 2 und 3. Bei einem Halbzeitstand von 41 zu 14 schien bereits eine kleine Vorentscheidung gefallen. Nachdem sich die Griffins in ihrem ersten Ballbesitz der zweiten Spielhälfte durch den einzigen Punt des Tages vom Ballbesitz trennen mussten, war es Linebacker Rene Schulze, der durch eine viel umjubelte Interception dafür sorgte, dass die Greifen das Spielgerät gleich wiederbekamen. Im weiteren Spielverlauf kamen die Griffins dann noch drei Mal zu Punkten, Defensive End Marcel Krohn sorgte durch einen eroberten Fumble für Turnover Nummer 5 und auch die Offensive der Heimmannschaft konnte durch den immer gefährlichen amerikanischen Runningback Triston MacCathern noch zweimal Punkten, was zum Endstand von 62 zu 27 für die Griffins führte.

So war Head Coach Kuhfeldt auch überwiegend zufrieden: „Wir sind einer kompletten Teamleistung heute wieder ein wenig nähergekommen. Wetter, lange Anfahrt und Personalprobleme in der Defense konnten wir weitestgehend ausgleichen. Die Offense hat gezeigt wozu sie in der Lage ist, wenn sie an sich glaubt und ruhig und konzentriert arbeitet. Bei den Strafen und Special Teams müssen wir uns weiter verbessern.“

In zwei Wochen präsentieren sich die Griffins dann endlich wieder ihrem Heimpublikum, wenn es zum Rückspiel gegen die Langenfeld Longhorns kommt. Kick Off am 23.06. ist ausnahmsweise 17 Uhr.

 

Text: Jens Putzier

Rostock Griffins
Rostock Griffins
Die Rostock Griffins spielen seit 1997 (vor 2007 unter dem Namen Baltic Blue Stars) American Football in Rostock. Seit 2007 haben sich die Griffins dem leistungsorientierten Football-Sport verschrieben und sind seit dem auf dem Weg in das Football-Oberhaus. Im Jahr 2009 spielte die Herrenmannschaft noch in der Oberliga Ost (4.Liga), konnte seitdem 2 Aufstiege verzeichnen und wurde 2012 erstmals Meister des Spielverbundes Ost (Gebiet der neuen Bundesländer). 2013 konnten die Griffins nach erfolgreicher Relegation in der German Football League 2 antreten. Im Jahr 2014 traten die Rostock Griffins wieder in der 3. Liga an und beendeten diese auf Platz 2. 2015 konnte zum zweiten und 2016 das dritte Mal die MEISTERSCHAFT der Regionalliga Ost gefeiert werden. Dabei lieferten die Greifen eine perfekte Saison ohne Niederlage ab und blieben saisonübergreifend seit Mai 2014 26x ungeschlagen in Liga 3. Folgerichtig stiegen sie zum zweiten Mal nach 2013 in die GFL 2 auf.
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