Elmshorn, 17. Mai 2018 „Wir haben jetzt zweimal denselben Gegner besiegt. Das hat nun vermutlich nur wenig Aussagekraft, wo genau wir wirklich stehen“, sagt Pirates-Headcoach Jörn Maier nach den beiden Erfolgen gegen die Berlin Adler, der eine Niederlage bei den Rostock Griffins gegenübersteht. Erst in den kommenden Wochen werde sich ein genaueres Bild des eigenen Leistungsvermögens im Vergleich zu den anderen Teams des GFL 2-Nordens abzeichnen.

An diesem Sonnabend sind die Elmshorn Fighting Pirates nun zum vierten Mal gefordert. Die Pirates, Tabellenzweiter der Nordstaffel, spielen auswärts gegen die Langenfeld Longhorns (16 Uhr, Jahnstadion), die mit 2:2 Punkten (0:13 gegen Düsseldorf Panther, 35:17-Sieg gegen Rostock) momentan auf Rang fünf liegen. „Als Aufsteiger müssen wir erst einmal genügend Punkte gegen den Abstieg sammeln. Die nächsten zwei, drei Spiele sind richtungsweisend, ob wir oben, unten oder in der Mitte mitmischen“, sagt Maier.

Die Longhorns konnten die vergangene Serie als Aufsteiger auf dem vierten Tabellenplatz beenden und waren bereits ab 2001 in Deutschlands zweithöchster Spielklasse aktiv, etablierten sich dort über die Jahre hinweg, ehe das Team nach einer Insolvenz 2011 neu aufgebaut werden musste und sich zurück in die GFL 2 kämpfte.

„Langenfeld hat erfahrene Leute auf dem Feld und auch im Trainerstab. Dazu gibt es gute Importspieler. Es wird nicht leicht, dort zu gewinnen. Im Endeffekt ist kein Spiel in der GFL 2 einfach“, so Maier, der definitiv auf Defensive Lineman Sergio Borges (Fußverletzung) und Wide Receiver Philipp Schulz (Schulterverletzung) verzichten muss. Trotzdem: „45, 46 Leute reisen an. Es ist ein absolut konkurrenzfähiger Kader“, sagt der 47 Jahre alte Coach.

Im Angriff läuft es bisher bei den Piraten wie am Schnürchen. Mit 132 Punkten aus vier Spielen stellen die Elmshorner mit durchschnittlich 44 Punkten die hungrigste Mannschaft der gesamten Liga, allerdings haben die Freibeuter auch schon 93 Zähler kassiert und vor allem in der Passverteidigung noch Anlaufschwierigkeiten (225 Yards pro Spiel). „Leider ist es so, dass unsere Abwehr in den Statistiken eher schlecht abschneidet. Wenn der Angriff dann in einer Partie mal nicht sein Potenzial abrufen kann, wird es eng. Unsere Defense muss besser performen“, weiß Maier. Die Defensive des Gegners funktioniert bisher ordentlich: Die Longhorns ließen in zwei Partien nur 30 Punkte zu. Dieses Bollwerk gilt es für Elmshorns Runningback Khairi Dickson, der bereits im Laufschritt zehn Touchdowns erzielen konnte und statistisch gesehen fleißigster Yard-Sammler der GFL 2 ist (186,3 Yards pro Partie), und seine Mitspieler zu knacken, um den erhofften dritten Saisonsieg einfahren zu können.

Im Krückaustadion ist Elmshorn dann am Sonntag, 27. Mai, wieder gegen die Lübeck Cougars gefordert. Die Partie (Spielbeginn: 15 Uhr) ist eingebettet in den 18. American Day der Pirates und verspricht ein spannendes und heiß umkämpftes Nordderby zu werden.

 

Text: Fiete Möldenstein

Foto: KlimaPic

 

Über die Fighting Pirates:

Die Fighting Pirates wurden 1991 als Abteilung des EMTV gegründet. Insgesamt treten vier Football-Teams in den Altersklassen „Herren“, „A-Jugend“, „B-Jugend“ und „C-Jugend“ bei Meisterschaften an. Erfolge feierten die Footballer mit dem Gewinn der Oberligameisterschaft 1997, 2003, 2011 und der Verbandsligameisterschaft 2002. In 2017 gelang ihnen die Regionalliga Meisterschaft und der Aufstieg in die German Football League 2. Außerdem tragen die Footballer alljährlich den American Day aus – die Spiele gelten als Zuschauermagneten in Elmshorn. Alle Heimspiele finden im Krückaustadion statt.

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