Auch in ihrem 10. Spiel der GFL Saison 2017 behalten die New Yorker Lions ihre weiße Weste und bleiben weiterhin ungeschlagen.
Vor über 3.300 Zuschauern besiegt das Team von Head Coach Troy Tomlin die Cologne Crocodiles zwar klar mit 35:7 (21:0; 0:7; 14:0; 0:0), präsentierten dabei aber nur im ersten Spielabschnitt ihr wirkliches Können.
Die Partie begann mit dem Kick-Off der Lions durch Jan Hilgenfeldt und dem Return vom gefährlichsten Spieler im Reihen der Crocodiles, Runningback Kevin Parks.
Doch so wirklich voran ging es bei den Gästen aus der Domstadt nicht, den bereits nach kurzer Zeit mussten man sich bereits per Punt wieder vom Angriffsrecht verabschieden.
Was dann im weiteren Verlauf des ersten Quarter geschah kam einer Lehrstunde der Löwen für den diesjährigen Aufsteiger in die GFL Nord gleich.
Mit Pässen von Casey Therriault auf Niklas Römer und Läufen von David McCants, ging es schnell bis tief in die Hälfte der Kölner voran. Das 7:0 (PAT T. Goebel) erzielte Justus Holtz nach einem
27 Yard Pass von Therriault.
Erneut scheiterte der Angriff der Gäste schnell an der hervorragenden Verteidigung der Löwen und musste erneut punten. Die Tatsache, das der Punt der Kölner etwas zu kurz geriet und bereits an der 45 Yard Linie der Gäste ins Seitenaus ging, nutzten die Hausherren in Person von David McCants umgehend aus. Nach einem kurzen Pass von Quarterback Casey Therriault, ließ McCants in seiner markanten Art und Weise nahezu die gesamte Defense der Kölner alt aussehen und lief über
45 Yards zum 14:0 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Crocodiles ein.
Wer jetzt darauf hoffte, das die Cologne Crocodiles aus den vorherigen beiden erfolglosen Angriffsversuchen gelernt hätten, sah sich getäuscht, den es kam für die Gäste noch schlimmer.
Nach einem erfolgreichen First Down durch ihren Runningback Kevin Parks, versuchte Kölns Spielmacher Benjamin Mentges die Abwehr der Löwen mit einem Pass zu überlisten, was aber vollkommen daneben ging. Braunschweigs bester Passverteidiger der aktuellen Saison, Tim Unger, erkannte früh was Mentges plante, fischte den Passversuch aus der Luft und trug den Ball über
35 Yards unter dem Jubel seiner Teamkameraden und der Braunschweiger Fans, zum 21:0
(PAT T. Goebel) in die Endzone der Domstädter zurück.
Doch damit war noch immer nicht das Ende des ersten Spielviertel erreicht und die Verteidigung der New Yorker Lions setzte auch im nächsten Drive der Cologne Crocodiles erneut die Akzente.
Zwar gelang es dem Angriff der Gäste in Person von Parks bis an die 49 Yard Linie der Löwen voran zu kommen, doch bei einem weiteren Laufversuch verlor er den Ball und das freie Spielgerät wurde von Braunschweigs Julian Völker für seine Farbe gesichert.

Mit dieser Ausgangssituation und Spielstand ging es in den zweiten Spielabschnitt und die im ersten Viertel so gut geölte Maschinerie der Lions geriet ins stocken.
Zwar gelang Tim Unger seine zweite Interception des Spiels und die Defense der Löwen kontrollierte weiterhin nahezu fehlerfrei den Angriff der Gäste, doch im Angriff der Hausherren schlichen sich neben Unkonzentriertheiten und unnötigen Strafen, auch plötzlich vorher nicht gesehene Abstimmungsprobleme. So passierte Casey Therriault, beim Versuch Niklas Römer anzuspielen, einer seiner sehr seltenen Fehlwürfe, welcher von Kölns Passverteidiger Noah Plöttner abgefangen wurde. Geschuldet der daraus resultierenden guten Ausgangssituation für den Angriff der Cologne Crocodiles an Braunschweigs 45 Yard Linie, nutzten die Gäste diese Chance aus und konnten mit einem 17 Yard Pass von Benjamin Mentges auf seinen Receiver Trevor Vasey, zum 21:7
(PAT N. Plöttner) aufschließen.
Zu allen Überfluss verletzten sich auch noch Wide Receiver Jan Hilgenfeldt und Kicker Tobias Goebel bei einem 45 Yard Fieldgoalversuch, der ohne Punkte blieb, im zweiten Quarter schwer so dass beide für den restlichen Verlauf der Partie nicht mehr einsetzbar sein sollten.
Somit stand plötzlich Back-up Quarterback Tom van Duijn im Fokus der Special Team und übernahm für den weiteren Verlauf des Spiels die Aufgaben des Kicker und Punter für die Braunschweiger.
Mit dem Spielstand von 21:7 ging es in die Halbzeitpause.
Zu Beginn des dritten Viertel übernahm zuerst wieder Lions Spielmacher Casey Therriault mit seinem Angriff die Regie und führte seine Offense zurück zu alter Stärke. So fand David McCants wieder die Lücken in der Verteidigung der Crocodiles und die Pässe von Therriault fanden bei Justus Holtz, Niklas Römer, Christian Bollmann und Nils Gehrke, dankbare Abnehmer. Zuerst erhöhte Niklas Römer, nach einem 13 Yard Pass von Therriault auf 28:7 (PAT T. van Duijn) und kurze Zeit später, nach einem schnellen Stopp der Braunschweiger Verteidigung, der wiedergenesene Christian Bollmann, nach einem 9 Yard Pass des Braunschweiger Quarterback, auf 35:7 (PAT T. van Duijn).

Zwar schlichen sich weiterhin unnötige Strafen ein, die erfolgreiche Spielzüge und Aktionen zu Nichte machten, doch speziell die Verteidigung der Lions von Defense Mastermind Dave Likins, ließ nichts mehr an Punkten für die Cologne Crocodiles zu.
So konnten u.a. Mete Konya und Roni Salonen Kölns Quarterback zwei Mal unsanft zu Boden bringen und auch Spieler wie Jonathon Rollins und Kerim Homri sorgten für Raumverlust, in dem sie Kölns Allzweckwaffe Kevin Parks bereits im Backfield stoppten.
Durch die gute Verteidigung und die kontrollierte Arbeit im Angriff der New Yorker Lions im vierten Spielviertel blieb es letztendlich beim verdienten und klaren Sieg für die Löwen, auch wenn bedingt durch die Ausfälle von Jan Hilgenfeldt und Tobias Goebel ein bitterer Beigeschmack bleibt.
Aber auch positives gab es vom Spiel der Löwen gegen die Cologne Crocodiles zu berichten.
So bestritt Defense Back Christian Petersen sein insgesamt 242. Spiel im Jersey der Lions und ist damit ab sofort alleiniger Rekordhalter für diese Kategorie.
Er löste den bisherigen Spieler mit den meisten Spielen in der Geschichte der Braunschweiger Footballer, Rico Trute, ab.
Des Weiteren überwanden sowohl Niklas Römer bei den Passempfängern, als auch David McCants auf der Position des Runningback, am heutigen Tag die magische 1.000 Yard Marke Raumgewinn in der Saison GFL 2017.

Scoreboard

07:00   27 Yard TD-Pass C. Therriault auf J. Holtz (PAT T. Goebel)
14:00   45 Yard TD-Pass C. Therriault auf D. McCants (PAT T. Goebel)
21:00   35 Yard Interception Return TD T. Unger (PAT T. Goebel)
21:07   17 Yard TD-Pass B. Mentges auf T. Vasey (PAT N. Plöttner)
28:07   13 Yard TD-Pass C. Therriault auf N. Römer (PAT T. van Duijn)
35:07   9 Yard TD-Pass C. Therriault auf C. Bollmann (PAT T. van Duijn)

Braunschweig New Yorker Lions
Braunschweig New Yorker Lions
Gegründet: 1987 Farben: schwarz / rot Spielstätte: Eintracht-Stadion, Braunschweig Erfolge: Deutscher Meister 1997, 1998, 1999, 2005, 2006, 2007, 2008, 2013, 2014, 2015, 2016 Eurobowl-Sieger: 1999, 2003, 2015, 2016 Head Coach: Troy Tomlin Die Lions aus Braunschweig feiern im Jahr 2017 ihr 30-jährigens Bestehen. Was kann in so einem Rahmen schöner sein, als erneut für Rekorde zu sorgen. Zum einen kann man mit dem evtl. 12.Meistertitel den bereits bestehenden Rekord weiter ausbauen, zum anderen kann man mit einem möglichen fünften Meistertitel in Folge hier eine neue Rekordmarke setzen. Ähnliches gilt auch für den europäischen Wettbewerb. Auch im Eurobowl (BIG6) könnten die Braunschweiger mit einem möglichen dritten Titel in Folge eine Rekordmarke setzen. Bis dahin haben die New Yorker Lions aber noch ein schweres Stück Arbeit vor sich.
http://www.newyorker-lions.de/

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